Der Specksteinofen
Kaum eine andere Bezeichnung wie der Specksteinofen wird so stark mit Wärmespeicherung und Effizienz verbunden. Doch genau hier liegt ein weitverbreiteter Mythos: 
Speckstein speichert Wärme nicht besser als hochverdichtete Speichersteine wie Schamotte oder Lehm. Auch die Effizienz eines Specksteinofens entsteht nicht durch das Material der Hülle, sondern durch die Bauweise des Innenlebens. Analog zu Begriffen wie Speicherofen, Kachelofen, etc. ist der Specksteinofen in erster Linie eine Bezeichnung. Relevant für die Eigenschaften ist die Bauweise.
Die typischen Varianten:
Bausatz-Specksteinöfen (in Speckstein-Grundofenbauweise)
- meist von Tulikivi oder NunnaUuni umgesetzt
- besteht vollständig aus massiv-Specksteinplatten
- Bautechnik: vereinfachte Grundofen-Bautechnik
- der Feuerraum ist häufig zusätzlich mit Schamotteplatten ausgekleidet
- grundsätzlich Strahlungswärme
individuelle Grundofen-Bautechnik mit Schamotte-/Lehmsteinen und einer Hülle aus Specksteinen
- Innenleben aus Lehmspeichersteinen in klassischer Grundofen-Bauweise
- immer mindestens zweischaliger Aufbau
- äussere Hülle aus Specksteinplatten in unterschiedlichen Stärken
- grundsätzlich Strahlungswärme
Heizeinsatz-Specksteinöfen
- Innenleben Heiz- oder Cheminée-Einsatz
- Hülle aus Specksteinplatten in unterschiedlichen Stärken
- Warmluft-Wärme, je nach Baukonzept auch Strahlungswärme
Schwedenöfen mit Speckstein
- aus unserer Sicht lediglich Speckstein-Optik
- Specksteinplatten für lange Speicherdauer nicht ausreichend

Dieser Ratgeber basiert auf über 15 Jahren Erfahrung im Ofenbau. Mein Ziel ist es, Ihnen Orientierung in der Welt des Ofenbaus zu geben. Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Herzlichst, Clemens I. Schuler, Inhaber.

