Die Grundofen Bautechnik
Der Grundofen ist kein „Ofentyp“, sondern eine Bau-Technik für einen Ofen oder ein Cheminée.
Es beschreibt ein Konzept, Feuerraum und Speicherzugsystem zusammenhängend ausschliesslich aus Schamotte- bzw. Lehmsteinen (häufigster Fall) oder Natursteinen (z.B. Speckstein) zu erstellen. Darum herum wird eine Hülle gebaut, welche oftmals für die Namensgebung des Ofens zeichnet (z.B. Kachelofen).
Diese Bautechnik steht somit für eine verzögerte, gleichmässige und langanhaltende Wärmeabgabe in Form von Strahlungswärme (bei Absorbertechnik auch Wasserwärme).
Mythen zum Grundofen
Rund um den Grundofen kursieren viele Missverständnisse. Die wichtigsten im Überblick:
Der Grundofen
- ist schwer und gross. Falsch! kann bereits auf Schwedenofen-Grösse 60 x 60cm gebaut werden
- kein Ofentypus, sondern eine Bau-Technik.
- ist kein Heizsystem, sondern ein wärmespeicherndes System (ob Nutzung für Ambiente, unterstützend oder als Heizung bestimmt einzig und allein die Auslegung)
- kann ein Cheminée oder ein Ofen sein. Bestimmend hierfür sind Glastürgrösse und Optik.
- kann bezeichnet werden als Kachel-, Speicher-, Speckstein- oder Lehmofen, sofern die Bezeichnung «in Grundofen-Technik»
- ist per se NICHT schwer. Das Gewicht ist bestimmt durch die Steine. Leichte Grundöfen wiegen ab 500 KG.
- speichert Wärme NICHT bis 24h. Die Bandbreite ist von 6h bis 24h. Die Dauer ist bestimmt durch die Steine (Masse, Dichte)
- sei eine veraltete Technik. Im Gegenteil: in über 80% der Fälle ist der Grundofen heute am besten geeignet.
Weitere Varianten der Grundofen-Technik

Dieser Ratgeber basiert auf über 15 Jahren Erfahrung im Ofenbau. Mein Ziel ist es, Ihnen Orientierung in der Welt des Ofenbaus zu geben. Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Herzlichst, Clemens I. Schuler, Inhaber.





