Die Schwedenofen-Bautechnik
Die Schwedenofen-Bauweise, auch bekannt als Schwedenofen, Zimmerofen oder Kaminofen, ist (ähnlich wie die Grundofen- oder Heizeinsatz-Bauweise) ein eigenständiges technisches Konzept im Ofenbau. 
Technisch ist der Schwedenofen nahezu identisch mit der Heizeinsatz-Bauweise. Beide Systeme basieren auf Feuerstellen aus Stahl oder Guss.
Der entscheidende Unterschied liegt im Fertigungsgrad: Schwedenöfen sind fertige, industriell hergestellte Geräte, die direkt aufgestellt werden. Dadurch entfällt die Möglichkeit, eine individuelle Hülle zu bauen, die die Wärme speichern und regulieren kann.
Der Schwedenofen steht bauartbedingt (Stahl/Guss speichert nicht) für schnelle Wärme, hohe Heizleistung und Warmluft. Mit diversen Konzepten wird versucht gegen zu steuern um Effizienz und Wärmespeicherfähigkeit zu erhöhen.
Mythen zur Einsatz-Technik
Rund um den Schwedenofen kursieren viele Missverständnisse. Die wichtigsten im Überblick:
Ein Schwedenofen …
- ist ideal als Zusatzwärme. Aus unserer Sicht wegen der hohen Heizleistung nur ideal bei kühlen Räumen
- ist ideal für ein behagliches Feuererlebnis. Aus unserer Sicht ist es eine aktive Heizung nur für den kurzfristen Einsatz
- ist ideal im Neubau. Aus unserer Sicht falsch, da die hohe Leistung schnell zu überheizten Räumen führt
- ist ein Speicherofen. Auch wenn oft so vermarktet, entspricht es nicht unserem Anspruch für diese Definition und Nutzung. Die um den Schwedenofen herum angebrachten Speicherplatten reichen grundsätzlich nicht aus.
- ist günstig. Ja, es zählt zu den günstigsten Feuerstellen.

Dieser Ratgeber basiert auf über 15 Jahren Erfahrung im Ofenbau. Mein Ziel ist es, Ihnen Orientierung in der Welt des Ofenbaus zu geben. Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Herzlichst, Clemens I. Schuler, Inhaber.
